Grüne Fassade – teure Symbolpolitik
Ich stehe hier vor dem Rathaus in Schwandorf, direkt vor dieser „Klimabegrünung“. Was hier als Energieeffizienz verkauft wird, ist in Wahrheit ein weiteres teures Prestige- und Symbolprojekt auf Kosten der Steuerzahler.
Allein die jetzt beschlossene Erweiterung am Westflügel kostet den Steuerzahler nach offizieller Kostenschätzung rund 350.000 Euro. Und das ist nur der nächste Bauabschnitt.
Bereits beim ursprünglichen Projekt wurden für die „grüne Fassade“ 275.000 Euro allein für die Fassadenbegrünung angesetzt. Die gesamten Investitionen für die energetische Sanierung und Erweiterung des Rathauses summieren sich laut Vorlage sogar auf 2.110.000 Euro, wovon 886.000 Euro als „energetische Maßnahmen“ gelten.
Man muß sich das einmal vorstellen: Hunderttausende Euro nur für Pflanzen an der Wand!
Und wofür das Ganze? Für ein paar Grad weniger Hitze im Sommer, wenn es überhaupt so warm wird. Dafür wird Beton gebohrt, Stahl montiert und Geld verbrannt. Von Effizienz kann da keine Rede sein.
Wenn diese Konstruktion einmal dicht zugewachsen ist, sitzen die Mitarbeiter dahinter im Halbdunkel. Statt Tageslicht gibt es Blätter vor dem Fenster, im Zweifel muß tagsüber das Licht eingeschaltet werden. Und wer glaubt, daß so eine Wand ohne Folgen bleibt, der kennt die Praxis nicht – und all das wird schön geredet.
Besonders bezeichnend: Niemand konnte klar sagen, wer die Wartung übernimmt und welche laufenden Kosten entstehen. Also wieder ein Projekt, das man beschließt, ohne die Folgekosten ehrlich zu beziffern.
Bei der letzten Bauausschußsitzung vom 10. Februar 2026 war mein Kollege Thomas Deutscher als stellvertretendes Mitglied anwesend. Er hat dort genau diese Punkte angesprochen, kritisch nachgehakt und die Verwaltung mit konkreten Fragen konfrontiert. Manch ein Stadtrat gab ihm inhaltlich sogar recht – trotzdem haben am Ende fast alle zugestimmt. Nur wir als AfD sind unserer Linie treu geblieben und haben von Anfang an dagegen gestimmt.
Das ist das eigentlich Absurde: Man hört im Saal Zustimmung, man hört Zweifel – und dann heben trotzdem wieder alle die grüne Stimmkarte.
Für mich bleibt das eine Groteske: Viel Geld, viel Ideologie, kaum Nutzen.
Während Bürger sparen müssen, leistet sich die Stadtverwaltung grüne Vorzeigeprojekte für das Schaufenster. Das hat mit solider Haushaltspolitik nichts mehr zu tun!
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